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Öffnungszeiten Sekretariat
Di. - Do.  9:00 - 12:00 Uhr

Datatopia

From Open Spaces to Open Society

Wir erleben etwas, das man als „totale Verdatung der Welt“ bezeichnen könnte: soziale Beziehungen werden quantifiziert, Gesprächspartner durch Bots ersetzt, Verhalten als Pattern analysiert und unsere Erinnerungen in Clouds und virtuellen Räumen gespeichert, inszeniert und geteilt. Dabei ersetzen Erlebnisse den Besitz und die Inszenierung die Wahrheitsfindung. Es ist, als befände sich die Gegenwart in einem Prozess der ständigen Überholung ihrer selbst. Fest steht: Die vertraute Dialektik von digital und analog ist längst obsolet. Stattdessen bilden sich rein digitale Ökosysteme, mit denen sich auch die Architektur auseinandersetzen muss — nicht um abermals der altbekannten Frage nach der Digitalisierung des Entwerfens nachzugehen. Es geht um mehr: Durch die Umcodierung der Welt, so die These des Seminars, entsteht ein neuer Existenzbegriff, der den altehrwürdigen, liebgewonnenen Humanismus radikal in Frage stellt. In den geöffneten Räumen entsteht eine transparente Gesellschaft: Welche Möglichkeiten bieten diese Umbrüche für die Architektur und das architektonische Denken? Welche neuen Räume bilden sich für das kritische Denken?

 

Das Seminar entsteht in Kooperation mit der ARCH+. Es ist Teil der Vorbereitung der gleichnamigen Ausgabe, für welche das Fachgebiet Architekturtheorie die Gastredaktion übernimmt und die September 2018 erscheint.

 

Prof. Dr. Georg Vrachliotis

Dipl.-Ing. Bernita Le Gerrette

dienstags, 10:00 - 13:00 Uhr,  Raum 258

 

1. Treffen: 17.10.2017, 10:00 Uhr

Exkursion nach Tokio im März 2018

Das Seminar ist für Studierende des Studiengangs Kunstgeschichte offen.