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Datatopia Summer School — in Kooperation mit ARCH+ und project bauhaus / Berlin August 30 — 02 September 2018

After the 2017 preliminary course: from Bauhaus to Silicon Valley, projekt bauhaus revives Bauhaus’ workshop structure in the summer of 2018 in order to explore the emancipatory potential of technologies, the decolonisation of progress and the critique of the present through design. Lead by the most engaging experts from the fields of architecture, urban planning, sociology, philosophy, computer science, political, media, technology history, as well as art and scientific theory, projekt bauhaus Werkstatt comprises a series of workshops accompanied by public lectures, exhibitions, artistic performances and informal gatherings.

The Chair of Theory of Architecture at KIT is proud to contribute Datatopia Summer School to the projekt bauhaus Werkstatt — with Morehshin Allahyari, Alliance of Southern Triangle, Armen Avanessian, Benjamin Bratton, Beatriz Colomina, Brave New Alps, Keller Easterling, Victoria Ivanova, Olaf Nicolai, Öffentliche Gestaltungsberatung, Armin Linke, T’ai Smith, Ida Soulard, Georg Vrachliotis, Eyal Weizman, Ines Weizman, Mark Wigley, among others.

What would a digital world look like if big data technologies were available to the general public?

The UN recently published a series of reports describing various applications of big data technologies for public and civil community projects, based on two remarkable assumptions: First, that data in the future will be “harnessed safely and responsibly as a public good”. Secondly, “that digital data offers the opportunity to gain a better understanding of changes in human well-being”. Contrary to the still widespread idea that big data technologies are only usable by individual companies, this points to the enormous potential of data as a freely available resource for the community and the general public. One of the UN’s central questions is therefore: How can citizens be involved in collecting community-level data and mapping their own living environments, and how can they then use this information in planning for the future? What new emancipatory possibilities might arise from such an approach? What would a digital world look like if big data technologies were indeed readily available to the general public? What would this step mean for society – culturally, scientifically, socially, and politically? Before this backdrop arise a set of crucial problems necessary for understanding the emerging setting for architectural and urban planning:

How will spaces of production and thus the concept of work change as certain physical and cognitive actions of humans are increasingly replaced by automation systems, artificial intelligence, and robotics? How will mobility and everyday life in cities change if the concept of “urbanity” is no longer a synonym for a certain culture of the urban community but, in the sense of “smart cities”, stands for an efficiently regulated, permanently monitored matrix of life synchronized with a plethora of other data? And consequently, how might this change our concept of hinterland? What kinds of spaces for health and body optimization might become necessary if aesthetic, ethical, and medical approaches to the human body lead to the increasing use of sensors to generate and automatically diagnose biotechnological data? What kinds of spaces for education, teaching and research might have to be created if design no longer focused on creativity and the sciences no longer on hypotheses and theories, but rather on a new kind of functionalist data empiricism, in which traditional thinking in causalities were superseded by thinking in correlations?

Datatopia Summer School will build on these assumptions to explore interdisciplinary strategies and innovative design methods with select experts and young scholars from architecture, urban design, theory, history, sociology, philosophy, geography, art and the cultural studies. In addition, traditional forms of discourse and fundamental concepts will be critically discussed. Datatopia Summer School of the chair for Theory of Architecture at KIT is looking for fresh and innovative contributions addressing these questions as a basis for intense theory production.

Information: projekt bauhaus
Information: ARCH+

 
 

Datatopia — Präsentation und Abschlussdiskussion an der Hochschule für Gestaltung (hfg) Karlsruhe mit Gästen

 

Hypothetisches Denken in Aktion: Szenarien der verdateten Gesellschaft, intensive Diskussionen und tolle Gäste bei der Abschlussstunde des Seminars DATATOPIA, am 1.3.2018 im Seminarraum Kunstwissenschaft der Hochschule für Gestaltung. Herzlichen Dank für Euer Kommen und Denken, Daniel Heiss, Prof. Dr. Johan Hartle (Kommissarischer Rektor und Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie), Kristof Gavrielides (Architekt und Künstler), Oliver Rack (Founder of IOX Institute and Open Data Rhein-Neckar) und allen Beteiligten des Seminars.

 
 

Vorkurs: Vom Bauhaus zum Silicon Valley — ARCH+ und projekt bauhaus


Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin

Das Bauhaus strebte nach einer Synthese der verschiedenen Wissensformen, bei der technisches, naturwissenschaftliches, emotionales oder kreatives Wissen zusammengeführt wird. Verbunden mit diesem Wissenskonzept war eine neue Pädagogik, die den Menschen frei machen und sein Potenzial fördern sollte, um so zur Schaffung eines „Neuen Menschen“ beizutragen. Welche Orte ermöglichen Kreativität und Innovation? Welche Wissensstätten braucht die heutige Gesellschaft? Repräsentieren moderne Computer-, Internet- und Medienfirmen das Bauhaus des 21. Jahrhunderts?

Mit Morehshin Allahyari, Shaina Anand (CAMP), Armen Avanessian, Brave New Alps, Jesko Fezer, Reinier de Graaf (OMA), Orit Halpern, Denisa Kera, Joachim Krausse, Claudia Mareis, Anh-Linh Ngo, Philipp Oswalt, Jussi Parikka, Joanne Pouzenc, Henrike Rabe, Bernd Scherer, Paloma Strelitz (Assemble), Fred Turner, Georg Vrachliotis.

Paneldiskussion „Wissenstechnologien

Das Bauhaus befasste sich mit der Gestaltung des Übergangs von der handwerklichen zur industriellen Produktion, der Entfaltung des „Ersten Maschinenzeitalters“ (Reyner Banham), einer fordistischen Industrialisierung und der damit verbundenen Konsumgesellschaft. Gropius’ Parole von „Kunst und Technik – eine neue Einheit“ war gleichzeitig Krisendiagnose und Zukunftsversprechen. Heute erleben wir die Entfaltung des „Zweiten Maschinenzeitalters“ (Martin Pawley), den Abschluss des Übergangs vom Analogen zum Digitalen, vom Physischen zum Virtuellen, von Konsum zu Koproduktion. Wie fordert gegenwärtig Technik Gestaltung heraus? Wie lässt sich Technik gestalten? Oder müssen wir nicht eher umgekehrt fragen: Wie gestaltet Technik?

Paneldiskussion: mit Claudia Mareis, Georg Vrachliotis, Bernd Scherer, Orit Halpern, Denisa Kera, Shaina Anand, Joanne Pouzenc, Jesko Fezer, Morehshin Allahyari (v.l.n.r.).
Foto: Sto-Stiftung / ARCH+

 
 

WS 17/18: Datatopia From Open Spaces to Open Society

Wir erleben etwas, das man als „totale Verdatung der Welt“ bezeichnen könnte: soziale Beziehungen werden quantifiziert, Gesprächspartner durch Bots ersetzt, Verhalten als Pattern analysiert und unsere Erinnerungen in Clouds und virtuellen Räumen gespeichert, inszeniert und geteilt. Dabei ersetzen Erlebnisse den Besitz und die Inszenierung die Wahrheitsfindung. Es ist, als befände sich die Gegenwart in einem Prozess der ständigen Überholung ihrer selbst. Fest steht: Die vertraute Dialektik von digital und analog ist längst obsolet. Stattdessen bilden sich rein digitale Ökosysteme, mit denen sich auch die Architektur auseinandersetzen muss — nicht um abermals der altbekannten Frage nach der Digitalisierung des Entwerfens nachzugehen. Es geht um mehr: Durch die Umcodierung der Welt, so die These des Seminars, entsteht ein neuer Existenzbegriff, der den altehrwürdigen, liebgewonnenen Humanismus radikal in Frage stellt. In den geöffneten Räumen entsteht eine transparente Gesellschaft: Welche Möglichkeiten bieten diese Umbrüche für die Architektur und das architektonische Denken? Welche neuen Räume bilden sich für das kritische Denken?

Das Seminar entsteht in Kooperation mit der ARCH+. Es ist Teil der Vorbereitung der gleichnamigen Ausgabe, für welche das Fachgebiet Architekturtheorie die Gastredaktion übernimmt und die September 2018 erscheint.

Prof. Dr. Georg Vrachliotis
Dipl.-Ing. Bernita Le Gerrette

 
 

WS 2013/14: Transparenz. Vom Glass House zu Big Data

Das Seminar setzt sich mit den Konzepten, Idealen und Problemen der Transparenz in Architektur, Kunst und Gesellschaft auseinander. Vom Material her gedacht, wird Transparenz mit der Vorstellung verbunden, das Innen unddas Außen räumlich verschmelzen zu lassen. Einblick und Ausblick gehen im Durchblick auf. Doch wer Transparenz allein auf Fragen des Materials und die Konstruktion reduziert, verkennt ihre mediale und gesellschaftliche Tragweite.

Heute bestimmt kaum ein anderes Schlagwort die Diskussionen so sehr wie das der Transparenz. Statt über Materialität oder Raumwahrnehmung zu diskutieren, wird Transparenz hier vor allem im Zusammenhang mit medialer Vernetzung, Überwachung oder der Offenlegung von intimen Details und politischen Entscheidungsprozessen in einer zunehmend informationstechnologisch durchleuchteten Gesellschaft beschworen. Transparenz, so gewinnt man den Eindruck, verwandelt sich zu einem systemischen Zwang, der alle gesellschaftlichen Prozesse erfasst und sie einer tiefgreifenden Veränderung unterwirft. Die Welt als Datenbank und digitales Panoptikum zugleich.

Was kann Architektur in einer so genannten „Transparenzgesellschaft“ leisten? Welche Auswirkungen haben die aktuellen Debatten um Privacy und Big Data für die Architektur – sozial, ästhetisch, technisch? Wie hat sich die kulturelle Vorstellung von Privatheit und Intimität gewandelt und welche räumlichen Konzepte sind damit verbunden?

Die Veranstaltung ist als Lektüreseminar konzipiert. Ziel ist es – mit Blick auf die sozialen, technischen und kulturellen Bedingungen der architektonischen Praxis – sich begriffliche Kartierungen der Gegenwart zu erarbeiten und nach den Grundlagen einer zeitgenössischen Theorie der Architektur zu fragen.

 
 


 
 
Karlsruher Institut für Technologie
Fakultät für Architektur
Institut Entwerfen, Kunst und Theorie

Fachgebiet Architekturtheorie
Englerstr. 7, Raum 254
D-76131 Karlsruhe
 
Leitung: Prof. Dr. Georg Vrachliotis
 
Sekretariat: Claudia Iordache
Tel.: +49 721 60845052
architekturtheorie@ekut.kit.edu
 
Öffnungszeiten: Mo-Mi 9:00-12:00
 
 
 
Recent Publications:  
 

    Frei Otto, Carlfried Mutschler, Multihalle

    May 18, 2018

    Georg Vrachliotis: Frei Otto, Carlfried Mutschler, Multihalle, Spector Books, Leipzig, 2017.

     
     

    Frei Otto. Thinking by Modeling

    May 18, 2018

    Georg Vrachliotis and Joachim Kleinmanns, Martin Kunz, Philip Kurz (ed.), Frei Otto. Thinking by Modeling, Spector Books, Leipzig, 2017.

     
     

    Fritz Haller: Architekt und Forscher

    May 18, 2018

    Laurent Stalder und Georg Vrachliotis (Hg.): Fritz Haller: Architekt und Forscher (Dokumente zur modernen Schweizer Architektur), gta Verlag, ETH Zürich, 2016.

     
     

    Geregelte Verhältnisse: Architektur und technisches Denken in der Epoche der Kybernetik

    May 18, 2018

    Vrachliotis, Georg (2012): Geregelte Verhältnisse: Architektur und technisches Denken in der Epoche der Kybernetik. Springer-Verlag Wien

     
     

    Structuralism Reloaded. Rule-Based Design in Architecture and Urbanism

    May 18, 2018

    Valena, Tomáš; Avermaete Tom; Vrachliotis, Georg (Hg.)(2011): Structuralism Reloaded. Rule-Based Design in Architecture and Urbanism. Edition Axel Menges, Stuttgart/London

     
     

    Code: Zwischen Operation und Narration

    May 18, 2018

    Gleiniger, Andrea; Vrachliotis, Georg (Hg.)(2010): 



 Code: Zwischen Operation und Narration. Reihe Kontext Architektur, Birkhäuser, Basel Ÿ Boston Ÿ Berlin

     
     

    Muster: Ornament, Struktur und Verhalten

    May 18, 2018

    Gleiniger, Andrea; Vrachliotis, Georg (Hg.)(2009): 



 Muster: Ornament, Struktur und Verhalten. Reihe Kontext Architektur, Birkhäuser, Basel Ÿ Boston Ÿ Berlin

     
     

    Komplexität: Entwurfsstrategie und Weltbild

    May 18, 2018

    Gleiniger, Andrea; Vrachliotis, Georg (Hg.)(2008): 



 Komplexität: Entwurfsstrategie und Weltbild. Reihe Kontext Architektur, Birkhäuser, Basel Ÿ Boston Ÿ Berlin

     
     

    Simulation: Präsentationstechnik und Erkenntnisinstrument

    March 12, 2018

    Gleiniger, Andrea; Vrachliotis, Georg (Hg.)(2008): 



 Simulation: Präsentationstechnik und Erkenntnisinstrument. Reihe Kontext Architektur, Birkhäuser, Basel Ÿ Boston Ÿ Berlin