Architekturtheorie
Die Prozesse, die großmaßstäblich gebaute Umwelten formen bedürfen kritischer Analyse. Gelesen durch ihre gesellschaftliche Wirkung werden bürokratische und (proto-)digitale Entwurfsprozesse vielschichtig und intersektional verstanden. Dazu gehört die kritische Durchleuchtung technophiler Rhetorik von Effizienz, Rationalisierung, Präzision oder Funktion genauso wie die Weitung von Aktanten-Kreisen oder die Betrachtung von Konsequenzen architektonischen Handelns. Dabei stehen die dringenden Fragen unserer Disziplin nach Nachhaltigkeit (auch jenseits technizistischen Fortschrittsglaubens) oder Diversität (als echter Perspektivenwechsel, wissenschaftlich wie in der Praxis) im Vordergrund. Die Fragen, die uns beschäftigen, sind deshalb folgende: wer erzeugt welche Architekturen mit welcher (sozialen, politischen oder ästhetischen) Intention? Auf wessen Kosten werden sie produziert? Wer und was wird beteiligt oder ausgeschlossen? Welche gesellschaftlichen Bilder werden konstruiert, und welche Architekturen werden von Gesellschaften projiziert? In Lehre und Forschung vertiefen wir ausgewählte Fragestellungen methodisch und thematisch, immer eng verbunden mit Lese- und Schreibpraxis durch iterative Textproduktion und durch das Heranführen an multiperspektivische Bibliographien und Formate. Denn Architekturen, oder besser, räumliche Praktiken gestalten Umwelten mitten in Communities und Gesellschaften. Die damit einhergehende Verantwortung macht eine fundierte kritische historische und theoretische Auseinandersetzung notwendig.
Prof. Dr. Anna-Maria Meister, 2023

Wir wollen Architekturtheorie greifbar machen, indem wir sie ausstellen, gemeinsam diskutieren und im Karlsruher Stadtraum zeigen! Dazu laden wir erneut ins Architekturschaufenster zu „AT goes ASF“ ein. An diesem Abend wollen wir Erkenntnisse, Fragen und Ideen aus unseren Lehrveranstaltungen mit Studierenden und Gästen diskutieren. Dabei bewegen wir uns durch diverse Maßstäbe, Kategorien und Kontexte: Wir erarbeiten Schlüsselbegriffe der Architekturtheorie, lesen Kritische Theorie, untersuchen die verschiedenen Maßstäbe architektonischer Objekte, entwickeln Spiele für kollektive Wohnprojekte und Material-Geschichten über die Verbandelungen/Entanglements der Materialien. Wir verstehen Architekturtheorie dabei als verbindende kritische Praxis und freuen uns auf einen lebhaften Austausch!
Freitag, 17.07.26. 18:00-20:00
Architekturschaufenster Karlsruhe, Waldstraße 8, 76133 Karlsruhe

The date is fixed! The conference Architecture_Computing, organized by Joshua Silver and Maryia Rusak, will take place from 7-8 September 2026 in person at Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
All architectural workers know it. That feeling you get behind your eyes after staring at Revit or Rhino for too long. Working overtime with computer fans raging against the digital entities you manipulate, themselves shadows of the information shared on some shadowy server. Emails whizz back and forth, networking the whole globe into the ecology of architectural production as building materials and digital commodities circulate from “sacrifice zones” to architectural offices, consultant workspaces and construction sites. This moment of intensified global digitalisation offers an opportunity to re-evaluate and reflect on architecture’s encounters with, and imbrications in, digital technologies.

MA und BA Studierende! Braucht ihr Hilfe bei euren Essays oder Abschlussarbeiten? Komm am 23. Juni, von 15:30 bis 17:30 Uhr in Raum 254 (Seminarraum Architekturtheorie) zu unserer THEORY CLINIC und wir helfen Dir, wieder in den Fluss der Dinge zu kommen!
Viermal im Semester bieten wir unsere „Theory Clinic“ an: Kommt ohne Termin vorbei, um euren Designprozess zu besprechen. Wir bieten Referenzen, Kommentare und Feedback zu den neuralgischen Punkten in offenen Tischkritiken – völlig unvoreingenommen. Laufkundschaft ist willkommen!

Ein transdisziplinärer Workshop, organisiert von Hana Gründler und Alejandro Nodarse Jammal, Forschungsgruppe „Ethico-Aesthetics of the Visual“, Kunsthistorisches Institut in Florenz – Max-Planck-Institut, vom 11. bis 12. Juni 2026.
An zwei Tagen setzen sich vierzehn Referent*innen mit Fürsorge und Trost als historisch bedingten und politisch brisanten Themen auseinander. Sie widersetzen sich rein bejahenden oder präsentistischen Darstellungen und lenken die Aufmerksamkeit auf die Strukturen, die Fürsorge vermitteln: Systeme der Steuerung und Überwachung, Arbeits- und Institutionalisierungsregime sowie die Identitätsbildung entlang geschlechtsspezifischer und rassifizierter Linien. Gemeinsam bieten die Referent*innen alternative Genealogien von Fürsorge und Trost an – und betrachten deren kritische Zukunftsperspektiven.
Im Rahmen der Konferenz wird Dr. Virginia Marano zusammen mit Rosemarie Garland-Thomson einen Vortrag zum Thema “From Orphanage to Museum: An Account of Adaptive Reuse at the Museo degli Innocenti” halten.

MA und BA Studierende! Braucht ihr Hilfe bei euren Essays oder Abschlussarbeiten? Komm am 10. Juni, von 13 bis 15 Uhr in Raum 254 (Seminarraum Architekturtheorie) zu unserer THEORY CLINIC und wir helfen Dir, wieder in den Fluss der Dinge zu kommen!
Viermal im Semester bieten wir unsere „Theory Clinic“ an: Kommt ohne Termin vorbei, um euren Designprozess zu besprechen. Wir bieten Referenzen, Kommentare und Feedback zu den neuralgischen Punkten in offenen Tischkritiken – völlig unvoreingenommen. Laufkundschaft ist willkommen!

Die Society for the Study of Pregnancy and Birth (SSPRB) freut sich, das Programm ihres virtuellen Symposiums 2026 vorzustellen. Dieses Symposium bringt eine internationale Gemeinschaft von Wissenschaftlern aus vielen verschiedenen Fachbereichen zusammen, darunter Kunst und Architektur, Geisteswissenschaften, Hebammenkunde, Psychologie und Sozialwissenschaften. Zu den Einreichern gehörten Wissenschaftler aus einem breiten Spektrum von Fachgebieten sowie Künstler und Praktiker
Im Rahmen der Konferenz wird Dr. Virginia Marano einen Vortrag zum Thema “Touch, Autonomy, and the Non-Visual Aesthetics of Pregnancy” halten.

Wie wollen wir gemeinschaftlich wohnen? Komm vorbei zum Probespielen und Limo trinken. Am Ende der Seminarwoche "Wohnen durchgespielt" werden partizipative Spiele rund ums gemeinschaftliche Wohnen getestet - entwickelt von Studierenden des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Kooperation mit Prof. Dr. i.V. Sabine Hansmann am Fachgebiet Architekturtheorie und dem Kollektiv vonwegenleer.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Hamburger Architektur Sommers 2026.
29. Mai 2026, 15 Uhr, im 6. Obergeschoss in der Sonninstraße 28, 20097 Hamburg

All architectural workers know it. That feeling you get behind your eyes after staring at Revit or Rhino for too long. Working overtime with computer fans raging against the digital entities you manipulate, themselves shadows of the information shared on some shadowy server. Emails whizz back and forth, networking the whole globe into the ecology of architectural production as building materials and digital commodities circulate from “sacrifice zones” to architectural offices, consultant workspaces and construction sites. This moment of intensified global digitalisation offers an opportunity to re-evaluate and reflect on architecture’s encounters with, and imbrications in, digital technologies.
Format:
The conference will take place at Karlsruhe Institute of Technology (KIT) in Karlsruhe, Germany early September. It is planned as a 1.5 day, single-stream in person event, structured around three thematic blocks (morning and afternoon), each combining short paper presentations with discussion.
Submissions:
Please submit an abstract of 300 words, along with one image and a short biographical note (100 words) as a single pdf, to joshua.silver@kit.edu by May 31, 2026. Acceptance notifications will be sent by early June. The conference is planned for early September.
We will work towards developing these papers toward a publication.
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MA und BA Studierende! Braucht ihr Hilfe bei euren Essays oder Abschlussarbeiten? Komm am 05. Mai, von 14 bis 16 Uhr in Raum 240 (Seminarraum Baukonstruktion und Entwerfen, Konstruieren und Entwerfen) zu unserer THEORY CLINIC und wir helfen Dir, wieder in den Fluss der Dinge zu kommen!
Viermal im Semester bieten wir unsere „Theory Clinic“ an: Kommt ohne Termin vorbei, um euren Designprozess zu besprechen. Wir bieten Referenzen, Kommentare und Feedback zu den neuralgischen Punkten in offenen Tischkritiken – völlig unvoreingenommen. Laufkundschaft ist willkommen!

Wir freuen uns verkündigen zu dürfen, dass YIG Prep Pro Junior Research Fellow Dr. Virginia Marano mit der 2026 Scott Opler Emerging Scholar Fellowship ausgezeichnet wurde! In ihrer Arbeit befasst sie sich kritisch mit zeitgenössischer Kunst aus der Perspektive der Disability Studies sowie der Geschichte von Architektur und Design. Damit versucht sie für mehr Sichtbarkeit dieser Themen in Forschung und Lehre zu sorgen.
Der Preis wurde 2002 dank einer Spende der Scott Opler Foundation ins Leben gerufen und ehrt das Andenken an den verstorbenen Historiker für Renaissancekunst und -architektur. Stipendien in Höhe von jeweils bis zu 1.000 US-Dollar unterstützen Nachwuchswissenschaftler, deren Beiträge für die Präsentation auf der jährlichen internationalen Konferenz der SAH angenommen wurden. Obwohl es keine thematischen Einschränkungen gibt, müssen die Bewerber Nachwuchswissenschaftler sein, d. h. Personen, die unabhängig vom Alter ihren höchsten akademischen Grad (PhD) in Architekturgeschichte oder einer verwandten Disziplin vor weniger als fünf Jahren erworben haben.

Am 24.04.2026 verteidigte Hannah Knoop erfolgreich ihr Promotionsprojekt am Karlsruher Institut für Technologie! Betreut wurde ihre Arbeit durch Prof. Dr. Georg Vrachliotis und Prof. Dr. Anna-Maria Meister und beschäftigt sich mit der Frage: Wie können Menschenrechte sich räumlich manifestieren?
Im Dezember 1982 veröffentlichte das UNHCR ein kleines blaues Buch mit 200 Seiten und 14 Skizzen – und schuf damit eines der bis heute einflussreichsten Dokumente im Bereich der humanitären Nothilfe. Diese Dissertation untersucht die erste Ausgabe des UNHCR Handbook for Emergencies als Wendepunkt: von einer kontextspezifischen, oft ad hoc organisierten Nothilfearchitektur hin zu einem zunehmend institutionalisierten, global agierenden Apparat. Im Mittelpunkt steht das Paradoxon der Standardisierung – denn das Handbuch etablierte paradoxerweise genau jene professionelle Standardisierung, die es gleichzeitig zu vermeiden suchte, während es ausdrücklich lokale, kontextspezifische Lösungen forderte und dazu aufrief: "Involve the refugees, whose home it will be."










